Der Ring der Iris - MVP

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Der Ring der Iris

MarburgCon
Eine Präsentation aus
Die Mysterien der Lady Barington
von Erec d‘ Astolat
Boston/USA – Herbst 1922

Der silberfarbene Studebaker hielt vor dem Bankhaus For-man & Nelson.
»Brauchen Sie mich, Mylady?«, fragte der Mann in der Chauffeur-Uniform, der die Fondtür aufhielt.
»Warten Sie bitte im Wagen, Charles«, erklang die ange-nehme Stimme der teuer gekleideten Dame. Das kleine Dia-dem blitzte in ihrem Haar.
Kurz darauf betrat sie die Empfangshalle des Bankhauses. Ihre Absätze klackten hell auf dem kostbaren Marmorbo-den.
»Lady Barington!« Jaison Forman kam mit strahlendem Lächeln auf die Lady zu. Der graumelierte Endfünfziger küsste seiner Besucherin galant die Hand.
»Wenn Sie kommen, geht die Sonne auf, Mylady! Kommen Sie in mein Büro. Was kann ich für Sie tun?«
Wenig später, bei Kaffee und Gebäck sprach die Lady über eine Expedition nach Ägypten, die sie finanzieren wolle. »Ein junger Wissenschaftler hat von mir einen Forschungs-auftrag erhalten.«
»Oh, das klingt sehr interessant«, entgegnete der Banker.
Knapp eine Stunde später verließ die Lady die Bank.
Sie ließ sich von Charles in die Stadt fahren und tätigte in der Newbury Road einige Einkäufe.
Als sie zu ihrem Wagen zurückkam, fiel ihr auf, dass sie ihre Handschuhe bei Forman & Nelson vergessen hatte.
Als sie sich dem Bankhaus näherten, erkannten sie schon vom Weitem die Blinklichter der Polizeiwagen.
»Oh, was ist da los, Charles?«, fragte die Lady aus dem Fond leise.
Charles, ihr Butler, Chauffeur und auch Freund, bremste den Wagen ab. »Soll ich es für Sie in Erfahrung bringen,
Mylady?«
»Nein, das mache ich schon selbst. Dort steht Chief Kos-zeck.«
Der Chief-Lieutenant schaute erstaunt auf die Lady. »Nanu, wer hat Sie schon informiert?«
»Niemand, lieber Chief«, kam es mit unschuldigem Au-genaufschlag. »Forman & Nelson ist meine Bank. Ich habe eben meine Handschuhe hier vergessen.«
Koszeck hob die Augenbrauen. »Dann sind Sie eben … bei wem?«
»Bei Mr. Forman.«
»Wann?«
»Vor etwa …« Die Lady schaute auf ihre Cartier. »… einer Stunde.«
Der Chief räusperte sich. »Dann muss es kurz nach Ihrem Weggang passiert sein.«
Lady Sylvana Barington wurde ungeduldig. »Was denn?«
»Mr. Forman hat sich erschossen.«
Sylvana Barington hielt kurz die Luft an. »Selbstmord?«
Koszeck nickte. »So sieht es jedenfalls im Moment aus.«
Dann blickte er die Lady interessiert an. »Darf man den Grund Ihres Besuches erfahren?«
Die Lady nickte geistesabwesend. »Natürlich.« Sie berich-tete von ihrer Transaktion.
»Hatte er vorher Besuch?«
Sylvana Barington schürzte leicht die Lippen. »Davon ist mir nichts bekannt. Ich traf Mr. Forman auf dem Korridor vor seinem Büro.«
Zwei Männer trugen den Zinksarg heraus.
»Okay«, der Chief wandte sich um, »ich melde mich noch bei Ihnen, Lady Barington.«
Wie die Story weiter geht, seht ihr, wenn ihr zum Button geht.
Nun denn, saugt, saugt, bis der Arzt kommt.
Amanda McGrey

Sie lebt zurückgezogen auf einem Cottage bei Wales.
Eher zufällig stieß sie auf die Geschichte der Estrella Avila de Aragon.
Die Historikerin ärgerte es schon länger, dass Frauenpower in früheren Zeiten in den Geschichtsbüchern immer nur knapp und nebensächlich erwähnt wird.
Die See-Erlebnisse der CORSARIN mit ihrem Freiheitskampf für die NEUE WELT gehört zu »ihren« größten Abenteuern.
Gemeinsam mit ihrem Co-Autor schreibt sie auch die Familienserie
RESIDENZ ABENDGOLD (Verlag Romantruhe) und für die Onlineserie PARAFORCE. Hier behält sie sich vor, spezialisierte Frauen-Teams an die Front zu schicken.

Erec von Astolat

Erec von Astolat (Erec d’Astolat) schreibt unter diversen Pseudonymen seit 1985 Kurzgeschichten, Kriminalromane und historische Romane wie auch Familienserien. Er begann als Co-Autor von Dan Shocker bei LARRY BRENT.
PARAFORCE ist in dem Punkt hoch spannend für ihn als Autor, weil hier verschiedene Aspekte der Zukunft, der Vergangenheit und oftmals irrsinnige Forschungsprojekte gedanklich durchgespielt werden können.
Erec von Astolat kommt allerdings bei allem Mystischen und Futuristischen bei der Lösung der Ereignisse immer wieder auf den realen Boden.
Er hält es mit Sherlock Holmes: Wenn man alles Unmögliche ausschaltet, bleibt die Lösung. Mag sie noch so unwahrscheinlich klingen.
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